Mittwoch, 20. Juli 2016

III

Komm' lass uns auf dem grauen Asphalt tanzen
wir wollen uns in unserer Blumenwelt verschanzen
ich lad' dich auch ein.

Lass' uns wie zwei Betrunkene durch die Straßen irren
lass dich nicht von den doofen Blicken verwirren

sie wollen nur so wie wir sein.

(Auch irgendwann aus meinem D/dichter/m jahr 2014)

Dienstag, 19. Juli 2016

Der Kampf Nr. 10: kurzes Intermezzo oder Ferien an der Ostsee

I told ya so.
Ich muss vorsprechen gehen, aber wohin, wenn überall schon die Bewerbungsfristen vorbei sind, einige Schulen schon ihren neuen ersten Jahrgang gefunden haben, oder sonst keine ersten, sondern bloß noch zweite und Endrunden am Start sind, wohin es für mich noch ein seeeeehr langer Weg sein wird?

Nach Zinnowitz.
Die Theaterakademie dort ist keine normale staatliche Schauspielschule, aber auch keine wirklich krass private. Es ist irgendwie eine Berufsakademie. Man ist von Anfang an auf der Bühne tätig und bekommt sogar noch das eine oder andere Geld dafür. Keine Schulgebühren,
Aber Zinnowitz halt.
Schön. Wirklich. Ostsee. Meer. Strand. Touristen.
Yeeeey.
Naja, was solls. Es ist des Vorsprechens wegen.

Glücklicherweise habe ich mich doch noch dazu überreden lassen, am Samstag schon mit dem Auto hinzufahren und nicht wie eigentlich geplant Sonntag ganz früh,damit ich dann 11 Uhr da bin und abends wieder fahre.
So ganz kurzfristig habe ich glücklicherweise noch jemanden auf Couchsurfing gefunden, bei dem ich pennen kann. So unerwarteter Weise, weil nicht geplant und so.
Dieser Dude ist dann auch noch zufälligerweise im letzten Lehrjahr an der TAV, sprich er ist gerade fertig geworden.
Sprich er ist Schauspieler.
Krasser Scheiß. Jetzt einfach so mit 'nem riiichtigen Schauspieler zu tun zu haben.

Ich war so unglaublich krass motiviert. Schon die ganze Woche über. Klar, es gab dann kurz wieder diesen obligatorischen Ichkanngarnichtsundwiekommtsoetwaswieichaufdieideeschauspielerinwerdenzuwollentag, aber dieser Tag war auch bald vorbei,
Hochmotiviert fuhr ich also Samstag früh mit Sack und Pack und Auto zur Theaterprobe.
Ob ich in den Urlaub fahre.
Jaaaaa, naja einen Tag nach Zinnowitz, also irgendwie schon.
Gut, bei mir ist mittlerweile bekannt, wenn ich einfach mal so für einen Tag in eine ferne Stadt fahre, hat es zu 60% irgendwie etwas mit 'nem Vorsprechen zu tun.
Gerade Zinnowitz und das Theatrium ist irgendwie so miteinander verwoben.
Einige kommen von der TAV ans Theatrium oder kommen vom Theatrium an die TAV.
Eine ehemalige Mitspielerin dürfte da gerade noch sein. Ich soll sie lieb grüßen.
Klaaaar, als ob ich die finde, aber klar, machisch.
Hochmotiviert kam ich sogar noch in Zinnowitz an, schlief bei dem Schauspieler und hochmotiviert wachte ich sogar noch auf.
Wir gingen zur Schule. Hochmotiviert und natürlich die eine Studienkollegin von ihm, die am Vorabend mit uns nach Hause und am nächsten Morgen wieder mit uns zur TAV gelaufen ist, kommt auch aus Leipzig.
Natürlich ist es die eine aus dem Theatrium. Krass, wie sie einfach in dem Jahr gegangen ist, in dem ich gekommen bin. Wir haben uns voll verpasst.
Aber krass, wie klein die Welt ist und was für Zufälle es auf ihr gibt.

Es war einfach alles so wundervoll. Das Wetter, der Tag, die ganze Gesamtsituation.
Hochmotiviert war ich sogar noch, als ich in der Schule stand.
Anmeldung, Rollenliste ausfüllen, Warm-up mit den beiden Absolventen, Begrüßung durch die Dozenten, warten.
Warten. Warten. Warten.
Bei 30 Grad im schwarzen Kleid und Mantel herumrennen, weil Kostüm und so.
Endlich dran sein.

Es war wieder Zeit für die Nina.
Joar, 'nen soliden zweiten Platz würde ich sagen. Ich durfte ausspielen, die Dozenten waren meeega freundlich, alles war total entspannt dort. Ich war ganz zufrieden, auch wenn diese Darbietung Wien jetzt nicht getoppt hat. Es war nah dran und auf jeden Fall besser als in Rostock.
Dann durfte ich wieder hinausgehen.
Wieder warten. Warten, Warten. Warten. Warten.
Sich mit den Studenten unterhalten, mit den anderen Mitbewerbern (wir waren 14. VIERZEHN) unterhalten. Umziehen.

Die, die gerade die klassische Rolle gespielt haben, sollen jetzt die moderne spielen und andersherum.
Ich habe Juli und das Blind Date angegeben.
Wie cool sind die mit eigenen Szenen?
Wenn mich etwas die letzte Zeit befasst hat, dann das. Letztendlich entschied ich mich für das Blind Date. Nach zwei Jahren ist aus der Juli eben mal die Luft raus. Mittlerweile steht sie auch wieder in meinem Bücherregal und wird vielleicht mal wieder in ein paar Jahren herausgekramt, wenn in einem Theater meiner Wahl irgendwann norway.today auf dem Spielplan steht und ich die Juli spielen soll.
Als richtige Schauspielerin. Als Beruf. Für Geld.

Also das Blind Date.
Was denn das "eigene Szene", was ich dahintergeschrieben habe, bedeuten soll, fragte mit der etwas federführende Dozent in der Mitte (es waren 5 oder 7 Dozenten plus die beiden Absolventen im Raum).
"Jaaa, naja, die habe ich halt selbst geschrieben. Wenn das okay ist, dass ich das jetzt spiele..."
Ja, es war okay.
What shall I say?
Ganz ehrlich, DAS war einfach mal fabulös! Wiirklich,
Das ganze Ding wurde durchgehend gefeiert. Von Studenten und Dozenten. Ich war selbst ganz überrascht, wie sehr doch an genau den richtigen Stellen gefeiert wurde. Nicht so, dass die sich jetzt voll weggeschmissen hätten, aber ich musst aufpassen, dass ich nicht aus meiner Rolle herausfalle und mich freue, dass es so gut ankommt.
DAS war jetzt einfach perfekt.
Ob ich denn schon ein Stück dazu hätte. Nee, dazu kam ich noch nicht.
Aber ich soll sie auf dem Laufenden halten. Das würde sie wirklich interessieren.
Whoop whoop. Das läuft doch heute!

"So, jetzt bitte Ihr Lied."
Ehm ja. Genau. Da war ja was. Mein Lied. Mein Lied. Mein Lied. Mein Lieeeeeed!
Ich habe es tatsächlich bis zu meinem Lied geschafft. Ich soll jetzt auch noch singen.
In welche mir unbekannten Spähren dränge ich gerade vor?
Okay, singen. Das kann ich doch.
Jaa, ich kann singen, aber wenn ich zu hoch ansetze, keinen Bock habe abzubrechen und demnach genau in der Lage meines Registerwechsels singe, daaann ist das alles nicht mehr so ganz famos.
Egal, ich muss da jetzt durch. Die werden mich nicht ablehnen, weil mein Lied jetzt nicht so pralle war. Dafür gibt es ja die zweite Runde.
Die Spielwütige war in Potsdam auch endlos nervös und hat es trotzdem geschafft.
Es geht nicht primär ums Lied und soooooooo schlecht war ich jetzt auch nicht. Oder?
Dann war ich auch damit fertig und schaute voller Erwartungen die Dozenten an und sie mich.
Ein Moment der Stille.

"Wir benachichtigen Sie dann morgen per E-mail, ob sie weiter sind, oder nicht."
Hmkaaay. Ja. Schöööööön. Daaaann gehe ich jetzt mal wieder.
Bis morgen also warten.
Okay. Das schaffe ich schon irgendwie.
Das ist alles so toll verlaufen. DAS war definitiv neben Wien, das allergeilste Vorsprechen ever, außer, dass es eben nicht wirklich meine allerliebste Wunschschule ist, aber egal!
Das kann nur gut werden.

Hochmotiviert fuhr ich also wieder nach Hause.
Hoffentlich kommt die Mail noch bevor ich zur Probe fahre. Die Leute werden sich doch sicherlich wie die Geier auf mich stürzen.
Das taten sie natürlich auch und natürlich kam die Mail NICHT vor der Probe.
Nach der Probe wieder ein Blick in mein E-mail Postfach.
Da war sie.
Eine Mail von der TAV Vorpommern.
Spannuuuuuung!
Ich las schon den Kopf der Mail.

Sehr geehrte Frau Dietze, leider...

Leider...

Leider. Leider. Leider.
Ich musste gar nicht mehr weiterlesen.
"Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass wir Sie nicht zur Aufnahmeprüfung einladen."
Leider wieder nichts.

WARUM DENN DIESES MAL??

Dazu fällt mir jetzt gar nichts mehr ein.
Sonst kann ich immer sagen, dass es dort daran gelegen haben könnte, dort hat es daran gelegen und dort daran, aber jetzt?
Nicht, dass das jetzt DIE Schule war, an die ich unbedingt und auf jeden Fall hinwollte, aber trotzdem.
Einmal hätte es doch wenigstens klappen können.
Es lief doch so fantastisch.
Aber nö.

Soo, Katha hat jetzt keinen Bock mehr.





Vorerst.

Montag, 20. Juni 2016

unmensch

ungeschminkt und ungekämmt
unanständig und unbeständig
ungebremst und ungelenk
ungezogen und ungelogen
ungeschnitten und ungekürzt
unzensiert und ungeniert
undankbar und unbelehrbar
unverwertbar und unscheinbar
untalentiert und unadaptiert
unter aller sau

Mittwoch, 1. Juni 2016

Zwischenspiel

Ich kann nicht anders.
Ich sitze auf meinem Sofa und neben mir liegt ein Umschlag. Ein großer brauner. Perfekte Größe für Lebensläufe, Zeugniskopien, Bewerbungsanträge...
Huch, eine Adresse steht auch schon drauf.
Theaterakademie Vorpommern.

Ich kann nicht anders!
Ja, ich wollte mir die Zeit nehmen, ich wollte warten. Worauf?
Ich weiß es nicht mehr.
Bis Herbst kann und will ich jedenfalls nicht mehr warten.
Ich muss vorsprechen!
Es ist irgendwie eine Sucht. Spielsucht.
Aber nur wo?
Überall sind die ersten Runden doch schon vorbei oder zumindest die Bewerbungsfristen.
Überall?
Neeeein. Nicht an der Theaterakademie Vorpommern.
In Zinnowitz am Arsch der Welt. Dort, wo die Läden doch schon 18 Uhr zumachen und betagte Pärchen in ihren Wolfstatzenanoräken im feschen beige mit Walkingstöcken die Dünen entlanglaufen. Früh um 7. Im Urlaub.
Wollte ich nicht nächstes Jahr aaaalle alle alle staatlichen durchziehen, koste es was es wolle?
Warum nochmal habe ich das nicht gleich gemacht?
Ich weiß es nicht mehr. Ich ärger mich darüber.
Aber jetzt ist keine Zeit zum Ärgern. Es gibt auch keinen Grund.

Ich kann nicht anders!
Ich schicke noch eine letzte Bewerbung für diese Spielzeit ab (nachdem wir alle (die Spielwütigen) gemerkt haben, dass die Bewerbungsfrist für das Max Reinhardt Seminar schon letzten Freitag war und somit mein Schlussstrich für diese Spielzeit noch endgültiger wurde). Der Schlussstrich war also doch nicht endgültig.
Ich will da ja auch nicht angenommen werden, ich will einfach nur vorsprechen. Wenn ich dort angenommen werde, umso besser.

Aber ersteinmal die Bewerbung abschicken und einen neuen Kampf starten.
Früher als geplant mal wieder.

Montag, 9. Mai 2016

Zweiter Akt, letzte Szene

Es ist wieder vorbei.
Die Vorsperchsaison. Für mich. Ich will nicht!
Ich will nicht, dass es vorbei ist, ich will weitermachen, aber dummerweise habe ich selbst mich mehr oder weniger dazu gezwungen mir Zeit zu lassen.
Jetzt sitze ich hier und drehe Däumchen, warte darauf, dass es weitergeht.
Gerade kann ich Stagnation nicht gebrauchen.
ICH WILL WEITERMACHEN!!!
Jetzt will ich es wirklich. Jetzt weiß ich, dass ich es will und schon immer wollte und nichts kann mich mehr aufhalten. Ich weiß, dass ich auf dem richtigen weg bin, weiß, dass es in mir nichts anderes gibt. Vielleicht habe ich aber auch diese Zeit gebraucht um mir mit allem irgendwie etwas klarer zu werden. Die letzten Wochen waren schwierig für mich.
Rostock war vorbei, dann die Premiere und dann war Schluss.

What to do now?
In mir klaffte ein großes Loch. Ich hatte für nichts mehr Motivation und lebte einfach in den Tag hinein, ohne etwas zu tun. Was soll ich denn auch tun? Uni? Nee, Romanistik ist nicht meins. Es ist eigentlich so toll, aber es erfüllt mich einfach nicht. Nicht einmal Motivation für mein Pferd hatte ich. Jetzt ein Vorsprechen, das wär's. Oder ins Theater oder auf ein Konzert gehen. Oder Musik machen. Oder Theaterproben haben. Das war alles für was ich mich erübrigen konnte.
Musik und Schauspiel.
Das ist es also. Jetzt weiß ich es definitiv.
Was mache ich noch in portugiesischer Literaturwissenschaft?
Ja, ich liebe Literatur (irgendwie gehört das für mich zum Schauspiel dazu. Logisch.) Aber warum portugiesische und spanische Literatur?
Es hat keinen Sinn. Wie so vieles gerade.
Ich will etwas machen. Etwas tolles. Etwas, was mich erfüllt.
Wieder dieses Mantra.
"Sängerin oder Schauspielerin."
Gerade fühle ich mich so zerrissen und so geladen gleichzeitig.
Ich bin doch froh, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist.
Die krasse Niederlage letztes Jahr, die ganzen Fragen, dieses Jahr, mit so vielen neuen Fragen, so vielen neuen Eindrücken, Dinge, die ich mitnehme und nicht missen will und so viele Antworten.
Und Bestätigung.

Nächsten Herbst geht es weiter. Mit der dritten Saison. Jetzt habe ich mir genug Zeit gelassen.
Jetzt ist genügend Motivation, Bestätigung und Rückhalt da.
Jetzt weiß ich, dass Katha auf die Bühne und nicht in den Hörsaal gehört.

THIS IS GOING TO BE FABULOUS!

Montag, 18. April 2016

Der Kampf Nr. 9: Vorsprechen in Hogwarts, is mir egal! Egal, is mir egal! (Teil 2)

Der nächste Tag.
Das Wetter ist besser und meine Laune auch! Jaaa, es hat geklappt.
Okay, so ist Rostock doch gar nicht so schlecht, wie ich es gestern noch gedacht habe.
Die HMT habe ich auch auf Anhieb gefunden.
Alle sagen, dass es hier ja vooooll hogwartslike ist und ach wie cool und man sich hier ja soo wohlfühlt.
Ja, schön ist es hier echt und ja, es hat schon was von Hogwarts und ja, hier kann man sich sehr wohlfühlen, aber irgendwie ist heute alles voll komisch, ich war überhaupt nicht nervös, für mich war es ein Tag wie jeder andere und hier hatten heute so viele ihr erstes oder zweites Vorsprechen und waren total on edge und ich? Ich kam mir irgendwie einfach nur voll komsich vor. Auch ein wenig fehl am Platz. Nicht, dass ich keinen Bock hätte vorzusprechen, aber ich habe irgendwie überhaupt keinen Wert darauf gelegt weiterzukommen. Irgendwie vermisse ich diese Nervosität doch ein wenig, aber okay, lassen wir uns es mal probieren, wie es mit Gleichgültigkeit funktioniert.
Ich freue mich doch trotzdem. Oder?
Ja, ich freue mich, einfach des Vorsprechens wegen, dass ich gerade das tue was mir am Herzen liegt, dass ich mich recht nett mit den anderen unterhalten kann und dass ich mal wieder andere spielen sehe. Das letzte Mal, dass wir uns beim Spielen zuschauen konnten war in Potsdam.

Ich spielte die Nina und es war okay.
Es war nicht so toll wie in Wien, aber es war okay. Das Ende habe ich etwas verkackt, aber sei es drum. Dann Pause und die zweite Rolle.
"Bereiten Sie sich darauf vor, nach der zweiten Rolle im Anschluss gleich zu singen."
Whoooooooaaaaa!! Jaa, singen singen singen singen singen!!!
Sooo, aber erstmal Antigone. Die hatte ich ja am Donnerstag nochmal im Park gespielt.
Nachts. Nach einer Runde Flunkyball. Unser Team hatte verloren.
Aber es lief.
Und jetzt?
Joooooaaar, kann man machen. War nicht das famoseste, aber okay.
ich wurde abgebrochen, aber ich durfte nicht singen.

Dann war es wieder einmal vorbei.
Najaaa, es war nicht soo toll, wie letzte Woche. Ich merkte auch, dass ich mega mega mega müde war. Einfach total ausgelaugt. So akzeptables Mittelfeld halt, auch wenn auf einmal ich die bin, die von den Mitstreitern gesagt bekommt, dass das ja voll cool war, was ich gemacht habe und dass auf einmal ich die bin, die entsetzt angeschaut wurde, als ich nach dem Feedback mit einem Zettel herauskam.
Zettel heißt nicht weiter.
Okay, irgendwie war es mir nicht mehr so ganz egal. Genau genommen war es mir nachdem wir alle fertig waren nicht mehr egal. JETZT hatte ich auf einmal wieder mega Energie. JETZT hätte ich gerne gespielt.
Aber ja, da wären wir wieder bei dem hätte und könnte und wäre.
Anyway.

Diesmal gab es auch wieder Feedback für alle.
Was heute mit mir los gewesen sei haben sie gefragt. Ob es mir gut geht oder ob ich krank bin.
Najaaa, ich bin einfach nur total müde gewesen. Letzte Woche war ich noch in Wien, dann musste ich meinen Unikrempel nachholen, dann bin ich vorgestern noch umgezogen und jetzt bin ich hier.
Dann wollten sie noch wissen, wie ich denke, wie sich das in meinem Spielen geäußert hat.
Naja, ich war halt einfach total matt und der Pep hat gefehlt.
Das bestätigten sie mir und rieten mir noch zu schauen, dass ich erholt zu den Vorsprechen fahre, denn an diesem Tag muss ich auf dem Punkt da sein, weil da ja alles zählt und man es merkt, wenn man gerade nicht so gut drauf ist.
Klar, habe ich gemerkt.
Aber hey, die Dozenten waren auch wieder total nett und sie haben mir nicht mehr gesagt, dass ich für professionelles Schauspiel nicht geeignet bin, oder es bei mir an allgemeiner Spiel- und Ausdrucksfähigkeit mangelt.

Sonntag, 17. April 2016

Der Kampf Nr. 9: Vorsprechen in Hogwarts, is mir egal! Egal, is mir egal! (Teil 1)

Puuuuuh, gerade aus Wien zurückgekehrt, gerade versucht anzufangen meinen Unikrempel nachzuholen, gerade in eine eigene Wohnung gezogen und schon bin ich wieder unterwegs.
Nach Rostock.
Die zehnstündige Busfahrt von Wien nach Berlin hat mir erstmal die Lust auf Busfahren genommen.
Katha fährt mit dem Zug und koste es was es wolle.
Da die billigsten Fahrten früh oder spät abends waren und ich nicht 23:20 Uhr oder so in Rostock ankommen wollte, nahm ich die frühe Fahrt und kam somit schon 13:23 Uhr an.

Ich war so krass motiviert. Die Zeit in Wien war so besonders für mich. Jetzt habe ich mehr Bock auf Schauspiel denn je! Am Donnerstag noch die letzten Kartons aus meinem WG-Zimmer in meine superfamose eigene Wohnung geräumt, dann mit Freunden im Park gechillt und diesmal Nachts wieder etwas Einmann-Theater gemacht.
Daaan am nächsten Tag auf nach Rostock.
Irgendwie war mir alles egal. Ich weiß jetzt, meine Zeit wird schon irgendwann kommen. Wenn die eben nicht mit 19 sondern erst mit 20 kommt, ist das auch okay. Oder 21. Bis ich 24 bin, habe ich Zeit und danach gibt es immer noch private Schulen (als ob...)
CHAKKA!

Die Zugfahrt.
ich werde schon ziemlich krass früh ankommen. Was mache ich denn dann die ganze Zeit? Diesmal sind keine Freunde da.
Die Zugfahrten zogen sich so dermaßen in die Länge und so, wie die Sonne immer mehr verschwand, verschwand auch meine Motivation.
WTF??
Das ist jetzt nicht mein Ernst, oder?!

Okay, chill!!
Ich bin einfach nur müde, das Wetter ist etwas kacke und langsam reicht auch das Zugfahren.
Da hatte ich DEN Plan. Jetzt, da ich so viel Zeit habe, warum nicht einmal wieder nach Warnemünde fahren und der Mami mal wieder ganz unerwartet ein Bild schicken, zum Beispiel von diesem superfamosen Eis, von GENAU DIESEN einen superfamosen Eisstand, von damals.
Wetter sagte so "nööö" und meine Gastgeberin hat mir angeboten in ihrer Pause mich zu sich nach Hause zu bringen, eben weil das Wetter immer schlechter wurde.
Ebenso wie meine Laune.
WAS IST DENN HEUTE NUR LOS MIT MIR?!?!
Ich will nicht schlecht gelaunt sein. Dafür sind die Vorsprechen nicht gedacht!
Ich habe keinen Grund dafür. Gestern war alles noch so toll und auch heute doch! Wieder darf ich meine Zeit mit mega netten Menschen verbringen und ich bin in einer anderen Stadt.
Ich bin sozusagen auf Reisen und morgen darf ich das tun, was mein Leben erfüllt und ich bin soo tiefenentspannt, weil ich mir endlich sicher bin mit dem, was ich mache.
SO WHAT?

Das Wetter wurde nicht besser, ich habe es bereut, dass ich meinen Laptop nicht mitgenommen habe und ich musste noch 8 Stunden rumkriegen, bis es spät genug war zum Schlafengehen.
Goooott, war ich müde.
DAS wird es sein! Wenn ich müde bin, werde ich schlecht gelaunt. Logisch.
Also wird morgen wieder alles anders aussehen!